Beiträge

Messestadt West bekommt „Blaue Zone“: eingeschränktes Halteverbot!

Parkplätze alle besetzt?
Das kann ein Ärgernis sein, besonders, wenn die parkenden Autos eigentlich eigene Tiefgaragen-Stellplätze haben und die Halter nur aus Bequemlichkeit die öffentlichen Parkgelegenheiten zustellen. Damit soll jetzt auch im 4. Bauabschnitt der Messestadt, also westlich der Helsinkistraße bis zur alten Tribüne, Schluss sein. Denn dort herrscht ein hoher Parkdruck: Nicht nur Bewohnerinnen und Bewohner wollen auf der Straße parken, sondern auch Messebesucher und Aussteller, Besucher der RiemArcaden, des Riemer Parks oder des Riemer Sees.

Bezirksausschuss leitet Beschwerde weiter
Aufgrund von mehreren Beschwerden wegen dieser problematischen Parksituation an den Bezirksausschuss des Stadtbezirkes 15 – Trudering-Riem hat sich das zuständige Baureferat nun dazu geäußert. Noch in der ersten Jahreshälfte 2021 ist geplant, die Straßenzüge, wie bereits in der Messestadt Ost geschehen, als Zonenhaltverbot auszuweisen. Die Straßen werden dann offiziell als „Blaue Zone“ beschildert und markiert. Das Baureferat hat versprochen, alle Vorkehrungen so in die Wege zu leiten, dass die Maßnahme „zeitnah“ nach Beendigung der Winterperiode 2021 umgesetzt werden kann.

Was bedeutet „blaue Zone“?
Das „Zonenhaltverbot“ bedeutet: Im gesamten Bereich des Zonenhaltverbotes gilt grundsätzlich das eingeschränkte Haltverbot, bei dem Sie nur zum Ein- und Aussteigen, Be- und Entladen sowie bis zu drei Minuten halten dürfen. Kurzparkmöglichkeiten bestehen überall dort, wo man die mit blauen Strichen gekennzeichneten Parkplätze sieht. Alle Einzelheiten zur Blauen Zone finden Sie hier.

Eingeschränktes Haltverbot
Täglich von 9 bis 18 Uhr ist dort das Parken mit Parkscheibe für zwei Stunden erlaubt. Täglich von 18 bis 9 Uhr ist das Parken frei und ohne Zeitbegrenzung erlaubt. Bitte denken Sie also daran: An den nicht gekennzeichneten Straßenstellen gilt rund um die Uhr an allen Tagen das eingeschränkte Haltverbot!

 

Workshop zum Streetball-Platz mit Unterstand: Jugendliche planen mit

Am 28.11. trafen sich im Quax, Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung ca. 25-30 Jugendliche und junge Erwachsene mit Pädagogen von ECHO e.V./Quax und Condrobs/Projekt Messestadt und einem jungen Holzbauingenieur zu einem ganz besonderen Workshop in Sachen Planungsbeteiligung, gefördert durch den BA 15.

Zur Vorgeschichte:

Seit vielen Jahren kämpfen Jugendliche aus der Messestadt Riem mithilfe des Quax-Teams um einen Streetball-Platz und einen Unterstand ohne pädagogische Dauerpräsenz, was immer wieder an verschiedensten Widerständen gescheitert ist. Nach dieser langen Durststrecke ist es nun soweit – endlich ist das Projekt – auch dank der Zähigkeit des BA 15 – genehmigt und nächstes Jahr soll mit dem Bau im Landschaftspark hinter der Grünwerkstatt begonnen werden.

An einem großen Runden Tisch, den AKIM e.V. (Allparteiliches Konfliktmanagement in München) vor zwei Wochen mit vielen regionalen Akteuren durchgeführt hatte, bekam die Idee noch einmal Rückenwind. Gemeinsam wurden nach einer Ortsbegehung ganz konkrete – und sehr verschiedene – Vorschläge als Modelle und Zeichnungen entwickelt.

In einer abschließenden Planungsbesprechung nach fast vier Stunden Arbeitszeit wurden die wichtigsten Essentials aus den Entwürfen auf einen gemeinsamen Nenner zusammengeführt.
Der Ingenieur hat nun die Aufgabe übernommen, bis Januar einen Gesamtentwurf daraus zu entwickeln, der in einem weiteren Workshop abgenommen werden soll.
Das Endergebnis wird Anfang Februar Vertretern des Baureferates/Gartenbau und der MRG für die weitere Ausführungsplanung übergeben. So kann der Platz mit Unterstand sowohl mit Jugendlichen als auch für Jugendliche gestaltet werden!

Die ganze Aktion hatte ihren Anfang im Planungsbeteiligungsworkshop „Speakers Corner“ des ECHO e.V. für und mit Jugendliche/n. Beim regelmäßig stattfindenden „Speakers Corner“ können sich Jugendliche mit ihren Ideen und Wünschen jeglicher Art einbringen. Jede/r ist aufgerufen, einmal seine/ihre Meinung zu sagen, um zusammen etwas verändern zu können! Im Programm des Partizipationsprojektes war beispielsweise auch schon eine Diskussionsrunde mit Politikern und Vertretern der Polizei sowie eine Veranstaltung zur gemeinsamen Bewerbung um ein neues Jugendzentrum.