Ort zum Mitgestalten – Neues im Quax-Jugendcafé

Couchecken zum Verweilen, Brettspiele, Kicker und Billardtisch für kurze und längere Partien, Bar mit Lichtinstallationen. Das neu gestaltete Jugendcafé im Quax, Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung, bietet seit 2019 nicht nur neue stylische Accessoires und kostenloses WLAN für alle, die gerne einmal gemeinsam Zeit „in ihrem zweiten Wohnzimmer“ verbringen, auch die Themenpalette im Programm hat sich enorm erweitert.
Seit Jahresbeginn hat das Jugendcafé neue Öffnungszeiten, die sich vor allem an die Jugendlichen richten, die gerne auch außerhalb der Schule zusammen Aktionen starten oder sich einfach einmal ohne Eltern treffen wollen – auch wenn sie „jünger“ sind (Die Programme richten sich an Jugendliche ab 12 Jahren). Das Café ist ein Raum, der auch Raum schafft – im Sinne von Freiraum, ggf. in Abgrenzung zur Schule. Jede/r kann seiner Phantasie und Kreativität freien Lauf lassen. Das Team um Stephanie Zerfaß, Leitung Quax-Jugendbereich, betont, dass hier ein Ort ins Leben gerufen wurde und immer wieder neu geschaffen wird, an dem Heranwachsende Abstand vom Alltagsstress gewinnen und dadurch auch wieder Kraft tanken, um aktiv ihre Interessen zu finden und entwickeln.
Das Besondere am Konzept: jede/r kann mitgestalten! Jede/r Jugendliche kann einfach zu den Öffnungszeiten vorbeikommen, sich alles anschauen und Vorschläge und Ideen einbringen. So können gemeinsam Programme kreiert werden, mit denen sich Jugendliche aus dem Stadtteil auch identifizieren können. Themenschwerpunkte liegen u.a. in den Bereichen Musik, Film und Sport. Im Interview beschreibt Stephanie Zerfaß Themen und Ziele ihrer Jugendarbeit:

Tonstudio, Filmdrohne und andere Highlights – Jugendarbeit konkret

Die Pädagogin Stephanie Zerfaß, Leiterin des Jugendbereichs im Quax, findet: Jugendliche haben das Recht auf Mitbestimmung und freie Selbstentfaltung. Im Jugendcafé des Quax will sie allen Jugendlichen ab 12 Jahren Raum für ihre Interessen geben – natürlich mit ihrer tatkräftigen Unterstützung.

Was ist neu im Jugendcafé im Quax?
Zerfaß: Die neuen Öffnungszeiten richten sich an Jugendliche aller Altersgruppen. Wir wollen, dass Mädchen und Jungen jeden Alters sich frei fühlen, aktiv bei uns mitzumachen. Jede/r kann sich im Quax ausprobieren und seine/ihre Ideen einbringen. Wir haben seit letztem Jahr aber auch Angebote, wie z.B. unsere Ferientagesausflüge „Erlebt was!“ für Jugendliche von 12 bis 15 Jahren, im Programm, bei denen wir einfach gemeinsam kurzweilige, organisierte Ausflüge etwa zum Airhopping oder Lasertag-Spielen starten.

Um was geht es Ihnen in der Jugendarbeit?
Zerfaß: Unser pädagogisches Konzept beruht darauf, dass Jugendliche selbst Verantwortung übernehmen und Programme mitgestalten. Wir bieten einen Raum zur Selbstentfaltung, geben aber auch gerne Hilfestellungen in allen Belangen. Als kulturpädagogisches Zentrum sind wir natürlich v.a. in der Kulturpädagogik sowohl personell als auch materiell (z.B. Technik) gut aufgestellt. Dieses Potenzial bzw. unser Knowhow wollen wir nutzen. So ist ein inhaltlicher Baustein unseres Programms, der schon besteht und erweitert wird, etwa unsere Musikreihe „Quax Kult: Make Music“.

Können Sie das genauer erläutern?
Zerfaß: Im Quax haben wir neben dem regulären Jugendcafé noch einen Musikraum und ein Tonstudio. Dort stehen ein Klavier und ein Schlagzeug mit der zugehörigen technischen Ausrüstung. Jede/r kann allein oder als Band an seiner Musik feilen. Im Studio werden dann die Songs aufgenommen. Beim regelmäßigen „Quax Kult: Make Music“ laden wir auch professionelle Musikcoachs zur Unterstützung ein. Für unsere Konzertreihe „Woodknock“ suchen wir immer neue Bands, die dann kostenlos auf der Bühne im Quax – die mit hochwertiger Bühnentechnik ausgestattet ist – auftreten. Natürlich kann man sich Räumlichkeiten und Equipment auch für private Feiern mieten. Wir haben viele Jugendpartys im Hause.

Welche Themenbereiche stellen Sie noch in den Fokus?
Zerfaß: Ein wichtiges Thema ist mir persönlich der Sport. Ich selbst mache in meiner Freizeit viel Sport und möchte auch andere davon begeistern. Wir veranstalten im Quax Skateboard-Kurse für Kinder, in Zukunft wollen wir auch interessierten Jugendlichen solche Workshops anbieten. Super ist dabei unsere Lage am Park, der vor allem im Sommer für das Skaten oder etwa für Parkour und andere Sportarten Platz bietet. Bei den genauen Inhalten tauschen wir uns gerne mit Interessierten aus. Besonders freut mich, dass es im Quax seit Neuestem Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen gibt. Diese betreut Yasemin Karabazar, 2-fache bayerische Meisterin in Muay Thai, mehrfache deutsche Meisterin, 4-fache Weltmeisterin in K1, amtierende Deutsche Meisterin und Europa Meisterin PRO AM der ISKA. Für Mädchen bis 16 Jahren sind die Kurse kostenlos. Je nach Nachfrage sollen die Kurse erweitert werden.

Gibt es weitere Angebote für junge Frauen?
Zerfaß: Es ist uns ein Anliegen, dass Mädchen sich nicht nur immer „sicher“ fühlen können, sondern auch zusätzlich zu den allgemeinen Angeboten Raum für sich selbst haben. Deshalb haben wir einen separaten Jugendraum vor Ort, der bei Bedarf nur von Mädchen genutzt werden kann. Ein weiteres Beispiel ist unser „Girls Club“ jeden Donnerstag, an dem junge Frauen mit pädagogischer Unterstützung Aktionen starten.

Insgesamt sollen für alle Jugendlichen vermehrt Medien- bzw. Filmwerkstätten ins Programm aufgenommen werden. Für jede/n, den/die dies reizt, haben wir eine leistungsstarke Filmdrohne im Quax, mit der man unterschiedlichste Projekte realisieren kann. Auch sind wir gerade dabei, einen Graffiti-Workshop zu initiieren. Davon zeugen schon die neuen Bilder im Café … Also: wir haben viel vor – kommt einfach vorbei und macht mit!

 

Neue Öffnungszeiten des Jugendcafés im Quax, Helsinkistr. 100

Dienstag         16:00 – 19:00
Mittwoch        16:00 – 19:00
Donnerstag     16:00 – 19:00
Freitag            16:00 – 22:00
Samstag          14:00 – 19:00

 

 

Mitarbeiter bei ECHO werden

Giesing / Messestadt Riem

Für die inklusive Mittags- und Hausaufgabenbetreuung im offenen Ganztag für Schüler/innen der 5.-7. Jahrgangsstufe sucht die Bildungswerkstatt des ECHO e.V. pädagogische Mitarbeiter/innen sowohl in der Messestadt Riem / München  als auch in Giesing / München auf 450-€-Basis (Messestadt Riem) bzw. auf Midijob-Basis, d.h. 850-€-Basis, ab Juli 2019 auch 1.300-€-Basis möglich (Giesing). Wir freuen uns auch über Bewerbungen von Quereinsteigern/innen!

Kirchheim

Die Bildungswerkstatt des ECHO e.V. sucht ab sofort für die inklusive Mittags- und Hausaufgabenbetreuung mit Freizeitgestaltung für Grundschüler/innen (1.-4. Klasse) in Kirchheim bei München pädagogische Mitarbeiter/innen für die Hausaufgabenbetreuung und Begleitung der Freizeitgestaltung auf Midijob-Basis (850-€-Basis, ab Juli 2019 auch 1.300-€-Basis möglich). Wir freuen uns auch über Bewerbungen von Quereinsteigern/innen!

Ebenfalls in Kirchheim sucht die Bildungswerkstatt des ECHO e.V. eine/n Erzieher/in bzw. Heilerziehungspfleger/in (o.ä.). Die pädagogische Fachkraft wird überwiegend für die Betreuung unserer Integrationskinder zuständig sein.

Alle Infos unter https://echoev.de/ueber-uns/jobs-2/

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbungen mit kurzem Lebenslauf an Frau Ikeni-Wali unter office@echo-ev.de. Weitere Informationen unter 089-94466871.

Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen mit der Weltmeisterin

Leider sind gerade Mädchen und Frauen immer wieder bedrohlichen Situationen ausgesetzt, wenn sie beispielsweise abends alleine unterwegs sind. Und wenn Gefahr droht, ist jede zuerst einmal überfordert. Wie sollen Frauen, wenn sie bedroht werden, reagieren?

Die richtigen Verhaltensweisen können trainiert werden. Wie Mädchen und Frauen ihre Achtsamkeit schulen, lernen Widerstand zu leisten und Selbstsicherheit gewinnen, können sie in den neu angebotenen Selbstverteidigungs- bzw. Kickbox-Kursen im Quax – Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung – in der Helsinkistraße 100 lernen.

Kursleiterin ist die 29-jährige Yasemin Karabazar. Sie ist 2-fache bayerische Meisterin in Muay Thai und mehrfache deutsche Meisterin, 4-fache Weltmeisterin in K1. Außerdem ist sie amtierende Deutsche Meisterin und Europa Meisterin PRO AM der ISKA. Gerne möchte Karabazar nach zehn Jahren Erfahrung im Kampfsport ihr Wissen an Mädchen und Frauen weitergeben.

Die ersten Kurstermine zum Hineinschnuppern sind:

FR 15.02., 17-18.30 Uhr – für Frauen ab 16 Jahren
FR 22.02., 16-16.45 Uhr – für Mädchen von von 8 – 15 Jahren sowie
17-18.30  Uhr – für Frauen ab 16 Jahren
FR 01.03., 16-16.45 Uhr – für Mädchen von von 8 – 15 Jahren sowie
17-18.30  Uhr – für Frauen ab 16 Jahren 

Zu den Kursen ist eine Anmeldung erforderlich unter office@echo-ev.de oder Tel.: 089-94304845. Die Termine für Mädchen sind kostenlos. Der Teilnehmerinnenbetrag für den Kurs ab 16 Jahren beträgt 10 €. Die erste Kursteilnahme ist kostenlos.

Im GaleriaTreff rattern die Nähmaschinen

Ab 24.01.2019  lädt der Nachbarschaftstreff in der Lehrer-Wirth-Straße 21 zum offenen Nähcafé ein.

Zu Tee, Kaffee und Keksen werden an jedem 2.,3. und 4. Donnerstag im Monat jeweils von 09:00 – 11:30 Uhr Interessierte in die Kunst des Nähens eingeweiht:

Wie funktioniert eine Nähmaschine? Wie gelingen gerade Nähte? Wie kann ich Bekleidung selbst reparieren und einfache Sachen wie Topflappen, Taschen oder Decken nähen?

Diese Fragen beantwortet Frau  Petra Wolf und übt mit interessierten Näh-Anfänger*innen aus der Messestadt.

Der Kurs ist kostenlos, ggf sollten Bekleidung / Stoffe selbst mitgebracht werden.

Telefonische Informationen erhalten Sie im Treff  unter 089 231716-7980

Sie sind jederzeit ohne Anmeldung willkommen, schauen Sie einfach vorbei, wir freuen uns auf Sie!

 

Pädagoge/in im Bereich Sport gesucht

Für die Betreuung des pädagogisch betreuten Sportprogramms „Nightball“ des ECHO e.V. in der Messestadt Riem suchen wir ab sofort eine pädagogische Fachkraft.

Beim Nightball-Projekt Messestadt-Riem powern sich junge Menschen von 14 bis 27 Jahren bei Hallenfußball und/oder Basketball freitagabends von 22 bis 24 Uhr in der Sporthalle der Lehrer-Wirth-Mittelschule in der Messestadt Riem aus (Das Programm findet nicht in den Ferien statt).

Nightball München (ehemals BuM – Basketball um Mitternacht) ist ein Angebot zur Gewaltprävention der Münchner Jugendarbeit, das vom Sozialreferat der Landeshauptstadt München / Stadtjugendamt finanziell getragen wird. Ziel des Projekts ist es, Jugendlichen ein Erfahrungsfeld zu bieten, in dem sie Erfolg, Selbstbestätigung, Anerkennung und positive Gruppenerfahrungen erleben.

Für einen friedlichen und spaßigen Verlauf sorgen unsere pädagogischen Fachkräfte sowie Trainerinnen und Trainer. Wir suchen ab sofort eine weitere pädagogische Fachkraft (abgeschlossene pädagogische Ausbildung) zur Betreuung vor Ort.

Vergütung: steuerfreie Aufwandsentschädigung

Bei Interesse melden Sie sich bitte per E-Mail unter mail2jugendcafe@echo-ev.de bei der Projektleiterin Frau Stephanie Zerfaß.

Pygmalion und Golem treffen sich in der Messestadt … Antwort auf den Artikel „Die Brandmauer“ in der SZ

Versuch einer Antwort auf den Artikel „Die Brandmauer“ vom 06.12.2018 in der Süddeutschen Zeitung anlässlich der Bürgerversammlung in Trudering und Riem von Karl-Michael Brand, Geschäftsführung ECHO e.V.

Befürchtungen, die Messestadt könne zum sozialen Brennpunkt verkommen, sind ebenso wenig neu, wie die direkte Verknüpfung dieser Ängste mit dem Bild von aggressiven Jugendlichen auf den Straßen des Quartiers. 2006 ging es beim ersten „Shit-Storm“ noch stark um Preisverfall von Immobilien als Wertanlage durch zu viel sozialen Wohnungsbau.

2012 wehrten sich junge Menschen aus der Messestadt mit einem offenen Brief an die Presse unter dem Titel „Die Messestadt ist kein Ghetto, sondern unser Zuhause!“ so erfolgreich gegen das Klischee von der „Gangsta-Mauer“, das sie als unfaire Ausgrenzung empfanden, dass die Presse sehr differenziert aus verschiedensten Blickwinkeln das Leben im Viertel präsentierte und das Bild wieder geraderückte.

2016 gab es vor den Riem Arcaden einen folgenschweren und völlig indiskutablen Fall von Landfriedensbruch, der dem Stadtteil eine Null-Toleranz-Maßnahme der Polizei mit massiver Präsenz der Einsatzhundertschaft des USK (Unterstützungskommando) und ziemlich viel unerfreuliche Publicity einbrachte. Mit Beginn der BAUMA verschwand das Thema aus Berichterstattung und Quartiersalltag.

Dass es 2018 wieder besondere Probleme in der Messestadt gäbe, erreichte die politische Führungsebene wohl durch eine Sitzung des S.A.M.I. (Sicherheits- und Aktionsbündnis Münchner Institutionen). „Die Messestadt brenne“, ließ der Polizeipräsident in der Folge verlauten.
Dieses Mal war der auslösende Impuls ein Musikvideodreh von jungen Erwachsenen im Riemer Park, bei dem eine Nebelmaschine benutzt wurde. Die Stadt beauftragte daraufhin AKIM (Allparteiliches Konfliktmanagement), sich der Sache vor Ort anzunehmen.

Die Polizeipräsenz wurde wieder massiv verstärkt, auch durch Einheiten des USK und Zivilfahnder. Die Personenkontrollen sind seither zahlreich sowie intensiv, und zielen auf Jugendliche. Es werden vermehrt pauschale Gruppenkontrollen duchgeführt und Platzverweise ausgesprochen, häufig mit der Begründung, die Messestadt sei ein Gefahrenort und darum müssten nunmehr besondere Regeln angewendet werden. Dies bedeutet im Klartext, es lägen Erkenntnisse vor, dass an diesem Ort erfahrungsgemäß Straftaten verübt würden. Dann braucht nämlich ein konkreter Verdacht gegen die zu überprüfende Person nicht vorzuliegen, um die Identität festzustellen.

Das Verhältnis zwischen Polizei und Jugendlichen verhärtet sich immer in den Phasen massiver Präsenz zusehends. Beide Seiten monieren fehlenden Respekt. Und wohl auch zu Recht:
Es geht nicht an, dass uniformierte Polizisten mit Schmährufen empfangen werden; aber ist es klug, grundsätzlich jeden Passanten unter 30 Jahren, der optisch in ein bestimmtes Raster passt, zu duzen und ihm das Gefühl zu vermitteln, unter Generalverdacht zu stehen? (Die Jugendlichen differenzieren in ihrer Kritik übrigens sehr deutlich zwischen uniformierten Beamten aus dem Stadtteil und USK.)

Eines zu betonen, ist mir hier ganz wichtig:

  • Es geht in keinster Weise darum, Straftatbestände zu ignorieren oder auch nur herunterzuspielen.
  • Aber wichtig ist uns – als pädagogischer Lobby für die Rechte von Kindern und Jugendlichen – ein präventiv-deeskalierender Ansatz im Umgang mit Aggression im öffentlichen Raum, um Spiralen der Provokation zu verhindern.

Und es ist eine Tatsache: München wurde heuer zum 42. Mal in Folge zur sichersten Stadt Deutschlands gekürt. Die Messestadt als ein Bezirk, der einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen besitzt, stellt dabei statistisch keinen Ausreißer dar.
Betrachtet man die relativen Zahlen der Kriminalitätsstatistik, zeigt sich ein vergleichbares Verhältnis wie in anderen Stadtteilen auch. Die Pressestelle des Polizeipräsidiums hat ja auf Nachfrage der SZ zugestanden, dass von ihr nur absolute Zahlen erhoben wurden, welche nicht in Bezug zu den im Stadtbezirk stark steigenden Einwohnerzahlen gesetzt wurden.

In bilateralen Gesprächen mit Vertretern der Polizeiinspektion 25 wurde uns auch in diesem Herbst wieder der Eindruck bestätigt, dass die Messestadt nach wie vor kein Brennpunkt sei.

Der runde Tisch von AKIM mit Anliegern, einem Vertreter der Jugendlichen, der Polizei und Vertretern sozialer Einrichtungen kam ziemlich schnell zu dem Schluss, dass ein brennendes Hauptproblem der Messestadt die Lärmbelästigungsproblematik für die Anwohner am Platz der Menschenrechte ist.
Man hat dann konkret versucht, hier Modelle zur Soforthilfe für die zu Recht genervten Anwohner zu erarbeiten. Beispielsweise soll dies durch Präsenz von MitarbeiterInnen von AKIM auf dem Platz zur Deeskalation geschehen, aber auch durch Bereitstellung von Alternativen zur Mauer als Treffpunkt, wo die Belästigung durch die Architektur noch begünstigt wird, weil der Schall extrem gut reflektiert wird. Diese Alternativangebote sind gerade für die Jüngeren wichtig, damit der „Hotspot Mauer“ früher oder später zum Auslaufmodell wird.
Unbegreiflich scheint es uns hier, dass der „Kampf“ mehrerer Generationen von Jugendlichen um einen witterungsunabhängigen Ort zum Treffen ohne pädagogische Dauerpräsenz  ohne Erwachsene  nunmehr schon über 13 Jahre währt, obwohl sich z.B. der Bezirksausschuss seit Jahren für solch einen Ort einsetzt. Erst in diesem Herbst konnte ein Partizipationsworkshop von ECHO e.V./Quax, unterstützt von Startstark und Condrobs mit einer echten Chance auf Realisierung stattfinden.

Es wurde im Übrigen aber auch festgestellt, dass der problematische Personenkreis am Platz der Menschenrechte nicht aus Jugendlichen, sondern aus Erwachsenen Mitte bis Ende 20 besteht, für die das Quartier leider ebenfalls wenig Möglichkeiten (im Sinne von Kneipe, Club, Biergarten) bietet. Ein Problem, dass aber die Stadt nicht lösen kann.

Eine Argumentationsschiene, wie sie von der Münchner Polizei in der Bürgerversammlung verfolgt wurde und wie sie sich in der Berichterstattung abbildet, scheint mir zu eindimensional und bildet im Übrigen die guten Erfahrungen, die wir mit den Beamten vor Ort seit 18 Jahren machen, auch nicht wirklich ab.

In einem Gespräch mit den Kollegen von AKIM konnten wir feststellen, dass auch dort unsere Bedenken hinsichtlich einer sehr einseitig aus Sichtweise der Polizei erfolgten Argumentation geteilt werden. Folgende Punkte werden hier genannt:

  • Die Zuordnung von Straftaten, die zum Teil nie aufgeklärt wurden, zu den jungen Menschen an der Mauer ist so nicht richtig.
  • In dem Bericht über unseren Runden Tisch entsteht der Eindruck, dass die Aufgabe ist, dass die Jugendlichen den richtigen Ton finden – über deren Perspektive und Bedürfnisse findet sich leider nichts.
  • AKIM befürchtet, dass es in der nächsten Saison schwerer werden wird, mit den Jugendlichen und den Jugendvertretern im Quartier zusammenzuarbeiten.

So und zum Abschluss noch die Auflösung des Rätsels um die Überschrift: Der Künstler Pygmalion in der griechischen Mythologie schuf eine weibliche Statue – seine Ideal einer Frau – und verliebte sich schließlich in seine Kunstfigur Galatea, welche die Göttin Aphrodite auf seine Bitte zum Leben erweckte.

Als Pygmalion-Effekt wird bezeichnet, wenn sich eine (vorweggenommene) positive Einschätzung im späteren Verlauf bestätigt. Das wird unter anderem dadurch ermöglicht, dass Autoritätspersonen ihre Erwartungen in subtiler Weise übermitteln, z. B. durch persönliche Zuwendung, durch Häufigkeit und Stärke von Lob und Tadel oder durch hohe Leistungsanforderungen.

Die negative Variante ist der Golem-Effekt, der besagt, dass auch die negativen Erwartungen einer Autoritätsperson zu einer verminderten Erwartung der untergebenen Person an sich selbst führen und damit die Leistung und das Vorankommen stark beeinträchtigen. Benannt wurde der Effekt nach der mittelalterlichen Figur des Golem, die in der jüdischen Mythologie eigentlich von Rabbi Löw erschaffen wurde, um als Beschützer des Prager Ghettos zu dienen, dann aber mehr korrupt und gewalttätig wurde und deswegen zerstört werden musste.

Beides sind Bilder für eine selbsterfüllende Prophezeihung und es liegt letztendlich im Auge der Jugendlichen selbst, ob sie in ihrer subjektiven Wahrnehmung „eine Ghetto-Existenz“ positiv oder negativ konnotieren, analog der oben beschriebenen Klischees als Pygmalion- oder Golem-Effekt. Zielführend für ein gedeihliches Zusammenleben ist dies aber in keiner Weise.

Heute, den 07.12.2018, findet im Quax – Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung – in der Helsinkistraße 100 von 19-20 Uhr wieder Speakers Corner statt. Im Planungsbeteiligungsworkshop des ECHO e.V. für und mit Jugendlichen sind heute Polizeibeamte zu Gast, die Fragen aller interessierten Jugendlichen beantworten und sich mit ihnen austauschen wollen, wobei natürlich auch auf die aktuelle Situation in der Messestadt eingegangen werden kann.

Workshop zum Streetball-Platz mit Unterstand: Jugendliche planen mit

Am 28.11. trafen sich im Quax, Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung ca. 25-30 Jugendliche und junge Erwachsene mit Pädagogen von ECHO e.V./Quax und Condrobs/Projekt Messestadt und einem jungen Holzbauingenieur zu einem ganz besonderen Workshop in Sachen Planungsbeteiligung, gefördert durch den BA 15.

Zur Vorgeschichte:

Seit vielen Jahren kämpfen Jugendliche aus der Messestadt Riem mithilfe des Quax-Teams um einen Streetball-Platz und einen Unterstand ohne pädagogische Dauerpräsenz, was immer wieder an verschiedensten Widerständen gescheitert ist. Nach dieser langen Durststrecke ist es nun soweit – endlich ist das Projekt – auch dank der Zähigkeit des BA 15 – genehmigt und nächstes Jahr soll mit dem Bau im Landschaftspark hinter der Grünwerkstatt begonnen werden.

An einem großen Runden Tisch, den AKIM e.V. (Allparteiliches Konfliktmanagement in München) vor zwei Wochen mit vielen regionalen Akteuren durchgeführt hatte, bekam die Idee noch einmal Rückenwind. Gemeinsam wurden nach einer Ortsbegehung ganz konkrete – und sehr verschiedene – Vorschläge als Modelle und Zeichnungen entwickelt.

In einer abschließenden Planungsbesprechung nach fast vier Stunden Arbeitszeit wurden die wichtigsten Essentials aus den Entwürfen auf einen gemeinsamen Nenner zusammengeführt.
Der Ingenieur hat nun die Aufgabe übernommen, bis Januar einen Gesamtentwurf daraus zu entwickeln, der in einem weiteren Workshop abgenommen werden soll.
Das Endergebnis wird Anfang Februar Vertretern des Baureferates/Gartenbau und der MRG für die weitere Ausführungsplanung übergeben. So kann der Platz mit Unterstand sowohl mit Jugendlichen als auch für Jugendliche gestaltet werden!

Die ganze Aktion hatte ihren Anfang im Planungsbeteiligungsworkshop „Speakers Corner“ des ECHO e.V. für und mit Jugendliche/n. Beim regelmäßig stattfindenden „Speakers Corner“ können sich Jugendliche mit ihren Ideen und Wünschen jeglicher Art einbringen. Jede/r ist aufgerufen, einmal seine/ihre Meinung zu sagen, um zusammen etwas verändern zu können! Im Programm des Partizipationsprojektes war beispielsweise auch schon eine Diskussionsrunde mit Politikern und Vertretern der Polizei sowie eine Veranstaltung zur gemeinsamen Bewerbung um ein neues Jugendzentrum.

Reparaturcafé am 8.12.

Am 08. Dezember 2018, 15:00 – 17:00 Uhr, findet zum letzten Mal im Jahr 2018 das Reparaturcafé des ECHO e.V. in der Grünwerkstatt, Helsinkistr. 57, statt. Wer vor Jahresende also noch dringend etwas reparieren muss, der ist herzlich willkommen!

Manchmal ist es kinderleicht, Dinge selbst zu reparieren – man braucht nur jemanden, der weiß wie`s geht und dann Tipps sowie das passende Werkzeug an die Hand gibt. Unsere Fachleute im Reparaturcafé helfen vor Ort dabei, gemeinsam mit dem Eigentümer Lösungen zu finden, und geben gerne Anleitung zur Selbsthilfe. Dabei kann auch nach Herzenslust gefachsimpelt werden.

Auch mit von der Partie: unsere Expertin für Schneider- und Näharbeiten! Also nicht nur Pürrierstäbe, Toaster oder andere elektronische Geräte, sondern auch alte Kleidungsstücke stehen im Reparaturcafé auf der Agenda!

Die Veranstaltung ist kostenlos, es bedarf keiner Anmeldung!

Die Grünwerkstatt bietet Raum für Ökologie und Nachhaltigkeit im Riemer Park. Ihr regelmäßiges Programmangebot richtet sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. Seit 2016 ist ECHO e.V. als Partner des Baureferats, Abteilung Gartenbau, der offizielle Trägerverein der Grünwerkstatt.  Erfahren Sie mehr zum Programm der Grünwerkstatt unter echoev.de/gruenwerkstatt-muenchen-riem.

Die neuen Termine für 2019 findet ihr auch hier:

Pläne für den Streetball-Platz mit Unterstand am 28.11.

Seit rund sieben Jahren kämpfen Jugendliche aus der Messestadt Riem mithilfe des Quax-Teams um einen Streetball-Platz mit einem Unterstand ohne pädagogische Dauerpräsenz. Nach dieser langen Durststrecke ist es nun soweit – endlich ist das Projekt genehmigt und nächstes Jahr soll mit dem Bau begonnen werden.

Am Mittwoch, den 28. November 2018, ist ab 16:00 Uhr im Jugendcafé des Quax – Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung – in der Helsinkistraße 100 ein junger Ingenieur vor Ort, der Ideen und Wünsche aller interessierten Jugendlichen sammelt und darauf aufbauende Pläne zeichnen wird. Der Partizipationsworkshop des ECHO e.V. zur möglichen Gestaltung des Streetball-Platzes mit Unterstand findet in Kooperation mit startSTARK und Condrobs statt und wird durch den Bezirksausschuss 15 gefördert.

Alle Jugendlichen ab 12 Jahren sind eingeladen. Es bedarf keiner Anmeldung und die Veranstaltung ist natürlich kostenlos.

Gemeinsam sollen die auf Papier gebrachten Ideen an die MRG – Maßnahmeträger München-Riem GmbH –, die für die Baumaßnahme verantwortlich ist, übergeben werden. So könnte der Platz mit Unterstand sowohl mit Jugendlichen als auch für Jugendliche gestaltet werden!

Die ganze Aktion hatte ihren Anfang im Planungsbeteiligungsworkshop „Speakers Corner“ des ECHO e.V. für und mit Jugendliche/n. Beim regelmäßig stattfindenden „Speakers Corner“ können sich Jugendliche mit ihren Ideen und Wünschen jeglicher Art einbringen. Jede/r ist aufgerufen, einmal seine/ihre Meinung zu sagen, um zusammen etwas verändern zu können! Im Programm des Partizipationsprojektes war beispielsweise auch schon eine Diskussionsrunde mit Politikern und Vertretern der Polizei sowie eine Veranstaltung zur gemeinsamen Bewerbung um ein neues Jugendzentrum.