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Bunt Bunt Bunt – wird unser Nachbarschaftstreff

Am Freitag den 04. Mai ab 17:00 Uhr wird gepflanzt und gebuddelt, was das Zeug hält. Der Innenhof des Nachbarschaftstreffs in der Oslostraße 10 soll bunt werden. Ihr habt Lust, selber Blumen und Samen zu pflanzen? Dann kommt einfach vorbei und gestaltet mit. Egal ob jung oder alt, alle sind willkommen. Wir besorgen die Blumen, Erde und alles was wir sonst benötigen. Für die Helfer gibt es Erfrischungsgetränke. Gerne dürft ihr auch eigene Blumen mitbringen.

Ohne Anmeldung möglich.

Wir freuen uns auf euch!

 

Jubiläums-RadbaR in der Messestadt

(Foto oben: Wilfried Tatusch)

Am Samstag, den 5. Mai 2018 von 11:00 – 16:00 Uhr, ist es endlich wieder soweit: Der Arbeitskreis Ökologie, die Stadtteilgruppe vom Bund Naturschutz in der Messestadt Riem, lädt zu seiner 10. RadbaR auf der Promenade und vor der Grünwerkstatt (Helsinkistraße 57) ein.

Foto: Thomas Keimerl

Eines der Kernangebote der RadbaR ist die Fahrradreparatur-Selbsthilfewerkstatt: Ob beim Platt´n Flicken, Lichtanlage Reparieren, Schutzblech Festschrauben, Schaltung Einstellen oder beim Kette Schmieren helfen fachkundige Messestädter ihren Nachbarn gerne weiter. Nachdem der AK Ökologie nur ein sehr kleines und begrenztes Materiallager hat, müssen benötigte Ersatzteile von den Fahrradbesitzern selbst besorgt und mitgebracht werden. Werkzeuge und Montageständer sind aber ausreichend vorhanden.

Beim „Alles-was-rollt-Basar“ können alle Arten von Fahrrädern, Radlanhänger, Roller, Dreiräder, Einräder, Laufräder, etc. zum Verkauf angeboten werden. Wer ein Fahrzeug (ohne Motor!) zum Verkauf anbieten möchte, kann es am Stand vom AK Ökologie ab 10:30 Uhr abgeben. Ehrenamtliche Mitarbeiter vom AK Ökologie nehmen die Adresse des Besitzers und die Preisvorstellung auf. Wird das Fahrrad verkauft, erhält der Verkäufer 90 Prozent des Verkaufserlöses, die restlichen 10 Prozent bekommt der AK Ökologie für seine Natur- und Umweltschutzarbeit im Stadtviertel.

Foto: Thomas Keimerl

Bei der Fahrradcodierung wird vom ADFC ein persönlicher Code nach dem polizeilich anerkannten System in den Fahrradrahmen eingraviert. Über diesen Code kann der rechtmäßige Eigentümer gefundener Fahrräder ermittelt werden. Die Kosten für eine Codierung betragen 15 Euro, für ADFC-Mitglieder nur 8 Euro. Mitzubringen sind der Personalausweis, ein Eigentumsnachweis (Kaufquittung) und evtl. der ADFC-Mitgliederausweis.

Foto: Thomas Keimerl

Eine mögliche Eigentumserklärung und der ADFC-Codierauftrag sollte aus dem Internet unter www.adfc-muenchen.de/service heruntergeladen und ausgefüllt mitgebracht werden.
Nicht mehr benötigte Fahrradteile, Schrotträder und alte Fahrräder können für den AK Ökologie, für die Gemeinschaftsunterkunft in der Willy-Brandt-Allee und für die Fahrradrecycling-Werkstatt von „Dynamo Fahrradservice Biss e.V.“ (Haager Straße 11) abgegeben werden.

 

Schon seit vielen Jahren Hand in Hand: Die RadbaR und die Pflanzentauschbörse. Hier können interessierte Besucher Pflanzen abgeben, tauschen oder gegen eine kleine Spende erwerben. Dieses Angebot wird unterstützt vom Baureferat, Hauptabteilung Gartenbau der Landeshauptstadt München.

Die BioBar rundet das Angebot der RadbaR kulinarisch ab: Sie bietet mit biologischen Imbissen und Getränken die Möglichkeit, Nachhaltigkeit auf eine sinnliche Weise zu erleben. Bio schmeckt! Auch die Produktion von Bio-Lebensmitteln ist sowohl für die Umwelt verträglicher wie auch für den Menschen gesünder.

Weitere Angebote ergänzen die diesjährige Jubiläums-RadbaR: Vom Kinderschutz München wird von 11 – 13 Uhr das neue „Lastenradl“ vorgestellt. Das im Nachbarschaftstreff „Heinrich trifft Böll“ gegen ein geringes Entgelt ausleihbare Lastenfahrrad mit Elektroantrieb (max. 22 km/h) kann besichtigt werden und alle Fragen zur Nutzung und Ausleihe werden beantwortet. Auch das eigene Mobilitätsprojekt vom AK Ökologie „Fahrrad und -Lastenanhänger gemeinschaftlich nutzen“ wird gezeigt. Des Weiteren wird die Initiative „Wohnen ohne Auto“ mit einem Infostand vor Ort sein und die autofreien Wohnprojekte Münchens vorstellen.

Die Ziele der RadbaR sind den Fahrradverkehr zu fördern, soziale Betriebe zu unterstützen, Ressourcen zu schonen, bürgerschaftliches Engagement zu fördern, das Klima zu schützen und Nachhaltigkeit im Alltag zu leben. Mit dem Logo der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Ein Beitrag zur Weltdekade“ (BNE) wurde das Konzept der RadbaR in den letzten Jahren von der deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet.

Die Jubiläums-RadbaR vom AK Ökologie wird unter der Leitung von Thomas Keimerl von Nachbarn für Nachbarn ehrenamtlich und bürgerschaftlich durchgeführt.

Mobilität für Alle – keine Scheu vor Hilfen!

Autor: Dr.-Ing. Georg Kronawitter, FAK Mobilität im Behindertenbeirat München

Zu diesem Artikel

Dieser Artikel will all jenen Menschen Mut machen, die als Gehbehinderte im Alltag Mobilitätsprobleme haben.  Das Wichtigste ist mir, der ich nach meinem Schlaganfall (2011) hauptsächlich ein Dreirad nutze, aufzurufen, dass kein Betroffener Scheu haben sollte, sich geeigneter Hilfsmittel und Hilfen zu bedienen. Eitelkeit ist hier eine schlechte Begleiterin! Außerdem sollte man sich auch nicht scheuen, einen Behindertenausweis zu beantragen – gerade wenn altersbedingte Mobilitätseinschränkungen „zuschlagen“. Dann besteht eine gute  Chance, für gerademal 80 Euro im Jahr (!) einen Mobilitätspass für den gesamten Öffentlichen Nahverkehr (Bahnen, Busse, Linienschiffe) in Deutschland zu erwerben!

Zusammenfassung

Auch wenn die Messestadt nach dem Leitbild von “kompakt, urban, grün” eigentlich ein Stadtteil der kurzen Wege ist und bewusst fußgänger- und radfahrerfreundlich konzipiert und mit der U-Bahn hervorragend an das Münchner Schnellbahnnetz angebunden ist, relativieren sich diese Merkmale schnell für alle Menschen, die gehbehindert sind.

Daher stellt dieser Artikel schwerpunktmäßig die Entwicklung bei individuellen technischen Mobilitätshilen dar.

Ein zweiter Schwerpunkt ist der Begleitservice für Bus& Bahn, den die Stadt München seit zwei Jahren in München ins Leben gerufen hat.

Abschließend breche ich eine Lanze für die Installation von so genannten Mobilitäts­sta­tionen in der Messestadt, von denen alle profitieren würden.

Wer ist gehbehindert ?

Es gibt Menschen mit angeborenen Gehbehinderungen, es gibt alters- und krankheits­bedingte Gehbehinderungen. Aber auch eine Sportverletzung an den Beinen macht auch einen jungen fitten Menschen schnell gehbehindert.

Warum Mobilitätshilfen für Gehbehinderte ?

Mobilitätshilfen haben für Gehbehinderte folgende Vorteile:

  • sie erweitern erheblich den Entfernungsbereich
  • sie bieten mehr Sicherheit vor Stürzen
  • sie unterstützen selbstbestimmte Mobilität
  • sie sind Individuell anpassbar

Zum Beispiel: Dreiräder

Dreiräder für Erwachsene werden von vielen Menschen mit Gehbehinderungen genutzt. Ihre spezifischen Vorteile sind:

  • sie sind so flexibel wie ein Fahrrad – aber viel sicherer und stabiler
  • auch Schrittgeschwindigkeiten sind möglich
  • sie haben gute Zulademöglichkeiten
  • es gibt sie auch in trendigen Designs („Trike“)
  • sie fördern die körperliche Fitness.

Ihre spezifischen Nachteile sind:

  • je nach Sitzhöhe reagieren sie empfindlich auf Unebenheiten der Wegoberfläche
  • sie sind schlechter zu manövrieren (enge Durchfahrten)
  • sie sind gewöhnungsbedürftig zu fahren
  • eine gewisse körperlich Fitheit ist nötig – wie beim Fahrrad

Welche enormen Möglichkeiten Dreiräder auch für ältere Menschen mit Gehbehin­derungen bieten, hat vor einigen Jahren die Münchnerin Gunda Krauss bundesweit demonstriert, als sie mit ihrem E-Dreirad 2014 von München nach Rügen fuhr. ( www.sueddeutsche.de/muenchen/tour-durch-deutschland-mit-dem-dreirad-nach-ruegen-1.2249388).

Gleichwohl sind Erwachsenendreiräder gewöhnungsbedürftig zu fahren und bedürfen einer gewissen Routine. Das mag zunächst erstaunen und erschließt sich auch bei einem Selbstversuch nicht, wenn man das Rad auf dem brettlebenen Hof des Fahrradhändlers ausprobiert. Die unangenehmen Fahreigenschaften treten aber beim Fahren auf einer normalen Straße auf und äußern sich vor allem in einem Rechtsdrall, der permanentes Gegensteuern bei Geradeausfahrt erfordert, will man nicht in parkende Autos oder in Gartenzäune fahren.

Woher kommt das?

Die Ursache für diesen Rechtsdrall liegt in der gekrümmten Straßenoberfläche und führt auch dazu, dass die Sitzposition gefühlt schräg ist. Man kommt sich ein bisschen vor wie im Ausguck auf dem Mast eines Segelschiffes in schwerer See („Schlagseite“, Krängung). Besonders unangenehm wirken sich zusätzliche Bodenunebenheiten aus.

Diese unangenehmen Fahr-Effekte kann man konstruktiv durch eine niedrige Sitzposition deutlich verringern.

Am extremsten ist dies bei den häufig „Trike“ genannten Liegedreirädern (Im Foto in der Mitte) der Fall. Diesen Vorteil bezahlt man aber durch Schwierigkeiten beim Ein- und Aussteigen, so dass dieser Dreiradtyp für viele Menschen mit Mobilitätseinschränken (leider) nicht nutzbar ist.

In den letzten Jahren hat sich daher als guter Kompromiss in puncto Sitzhöhe ein „Easy-Rider“-artiger Dreiradtypus herausgebildet, der so tief wie möglich (wegen der „Schlagseite“‚) und so hoch wie möglich (wegen des Einstiegskomforts) ist. Im Foto oben entspricht das Dreirad links diesem Typ.

Es kommen immer wieder neue, pfiffige Konstruktionen auf den Markt, z. B. das vom Münchner Rolf Hueber entwickelte ELFIT (www.elfit.eu), das am 21. Mai 2017 vor dem Kopfbau stand:

Zum Beispiel: eMobile (eScooter)
Jeder kennt den Typus des Elektro-Mobils oder Elektro-Scooter. Er lässt sich relativ schnell und leicht beherrschen und erfordert wenig körperliche Fitness. Sein größter Nachteil ist wohl, dass ein eMobil unausgesprochen als reines „Behindertenvehikel“ angesehen wird. Eitle Menschen quälen sich daher lieber ab, als so ein Hilfsmittel zu nutzen.

Nicht alle, wie das folgende Bild vom S-Bahnsteig Marienplatz zeigt:

Aber mit so einem eMobil verlieren ausgedehnte Fußgängerzonen, aber auch Freizeitareale wie der Riemer Park ihre Schrecken auch für stark gehbehinderte Menschen.

Sie eignen sich wegen ihrer unkomplizierten Handhabung gut für öffentliche Leihstationen.

Münchens schottische Schwesterleih-stadt Edinburgh liefert hier ein gutes Vorbild. Im Besucherzentrum des berühmten Royal Garden, also des Botanischen Gartens warten Leih-eMobile auf Nutzer (Foto).

Es kann im Zeichen der Inklusion nicht angehen, dass über MVG-Rad zwar mehrere hundert kommunale Leihräder für Menschen ohne Behinderungen zur Verfügung stehen, für Menschen mit Einschränkungen jedoch kein Leihhilfsmittel angeboten wird, obwohl hier die Bedürftigkeit größer ist.

Eine Münchner – Hardy Huber – hat aufgrund eigener Betroffenheit eine besonders mobilen eScooter entwickelt, der zusammen“faltbar“ ist und quasi ins Bordgepäck passt: den TravelScoot ( www.travelscoot.de):

Leicht und zusammenklappbar: der TravelScoot

Dieser Scooter ist so kompakt, dass er problemlos auch innerhalb von Gebäuden benutzt werden kann.

Einfach sich helfen lassen: der Begleitservice
Technische Mobilitätshelfen sind die eine Seite der Medaille für Menschen, die sich noch selbst alles zutrauen. Für Menschen, die aufgrund ihrer Einschränkungen eine Hilfe durch einen Begleiter benötigen, wenn sie unterwegs sind, hat die Stadt München 2015 den – kostenlosen! – Bus&Bahnbegleitservice nach Berliner Vorbild eingerichtet.

Die Begleitfahrten finden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr statt. Einsatzgebiet ist das Münchner Stadtgebiet.

Zum vereinbarten Zeitpunkt holen die Mobilitätshelfer, die an der entsprechend beschrifteten Dienstkleidung zu erkennen sind, die Kunden am Ausgangspunkt der Fahrt ab.

Anmeldung unter Telefon: (089) 54 49 18 92 0

Das Angebot richtet sich an Seniorinnen und Senioren, mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sowie Personen, die Unterstützung und Orientierungshilfe für die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln benötigen. Grundsätzlich müssen die Kunden in der Lage sein, den Weg zu bewältigen. Das Mindestalter für die Nutzung ist 16 Jahre.

Die Leistungen des Begleitservice sind für die Nutzer des Dienstes kostenlos.

Weitere Infos unter www.kmfv.de/einrichtungen-und-dienste/einrichtungssuche/einrichtung/bus-bahn-begleitservice-muenchen/show/

Ein Ausweis, der wirklich hilft
Gerade viele ältere Menschen, die deutlich altersbedingte Mobilitätseinschränkungen haben, scheuen sich, einen Behindertenausweis zu beantragen. Das ist grundfalsch, wird dann doch auch der Weg verbaut, mit einer Jahreswertmarke für ca. 80 Euro in ganz Deutschland alle Verkehrsmittel des Nah- und Regionalverkehrs, zu denen auch Linienschiffe auf den bayerischen Seen gehören, kostenlos zu benutzen. Und erfordert die Behinderung eine Begleitperson (Kennzeichen „B“), dann fährt auch diese kostenlos mit.
Weitere Infos erhalten Sie hierzu z. B. im ASZ Riem.

Spenden ins Heilige Land persönlich überbracht

Autorin: Theresa Höpfl

Die Spenden der diesjährigen Fastensuppe werden von der Pfarrjugend persönlich an ein Waisenhaus in Betlehem übergeben. Die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern ist auch eine gute Zeit, um an die Hilfsbedürftigen der Welt zu denken. In diesem Sinne organisiert der messestädter Pfadfinderstamm Galileo Galilei die Fastensuppe 2018. Am 25. Februar laden sie im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst in Sankt Florian zur GemüseFastensuppe. Das Besondere in diesem Jahr: Die gesammelten Spenden gehen an ein Waisenhaus mit Kindergarten und -krippe in Betlehem und wurden von Jugendlichen der Pfarrgemeinde persönlich ins Heilige Land gebracht.

„Wurden“ – Denn die Jugendlichen reisten bereits im Februar nach Israel und Palästina. Das Geld haben sie bereits im Voraus von den Pfadfindern erhalten. Die Spende an das St. Vincent Guest House – Bethlehem wird 500 Euro betragen. Die Reise ins Heilige Land wird von Pfarrer Arkadius Czempik organisiert und durchgeführt. Er und die Jugendlichen besuchten die Wirkungsstätten Jesu von Nazaret und dem See Genezareth in Galiläa bis nach Jerusalem und Bethlehem in Judäa. Eine Nacht verbrachte die Gruppe im St. Vincent Guest House, um dort das Geld persönlich zu übergeben.

Die Organisation dahinter hilft werdenen Müttern die noch nicht verheiratet sind. Auch Inzest-Kinder mit Behinderungen werden hier betreut. Die Einrichtung liegt im palästinensischen Autonomiegebiet. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie demnach soziales und erzieherisches Engagement. Da die Reise ins Heilige Land bereits vor dem Fastensuppen-Termin stattfand, können Sie Ihre Fragen zum Hilfsprojekt auch direkt an die Jugendlichen und Pfarrer Czempik richten.

Die Pfadis freuen sich über zahlreiches Erscheinen zur Fastensuppe im Anschluss an den
Gottesdienst im Pfarrsaal von Sankt Florian, Platz der Menschenrechte 2.

http://www.saintvincentguesthouse.com/en/

Ort der Selbstbestimmung: Jugendcafé im Quax

Zu Beginn war das Quax in Containern untergebracht, die in einer namenlosen Straße standen. Über ein Jahr lang warteten die Mitarbeiter damals vergeblich darauf, dass sich der Stadtrat auf einen Straßennamen einigte, sodass ihren besonderen Herausforderungen ein Ende bereitet wäre. Denn ohne Adresse konnten Postsendungen nicht zugestellt und Vereinsautos nicht angemeldet werden. Und auch die Veranstaltungseinladungen, die die Quax-Leute verschickten, mussten ohne Adresse auskommen.

Mit der ersten autonomen Straßenbenennung Münchens, lockten die Mitarbeiter des Quax deshalb den damaligen Stadtrat aus dem Stillstand heraus. Mittlerweile steht anstelle der Container ein schwarz-gelber Kubus in der Helsinkistraße 100, das Quax – Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung. Unter seinem Dach vereint es ein Jugendcafé, ein Kinderhaus und ein vielseitiges Kursangebot. Mit dem Leitbild „Es ist normal, verschieden zu sein“ zielt das Quax darauf ab, die soziale und kulturelle Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Messestadt zu fördern.

Um die Jugend der Messestadt von vornherein zu beteiligen, koordiniert das Quax verschiedene Sprachrohre, durch die die Jugendlichen zu Wort kommen, Freizeitangebote nach ihren Wünschen gestalten und ihre Anliegen in die Öffentlichkeit tragen können. Entscheidend ist, dass nicht über die Köpfe der Jugendlichen hinweg entschieden, sondern mit ihnen gemeinsam geplant wird. Die, vom Quax ins Leben gerufene, „Riemer Ein- und Mitmischerei“ (#senfdazu) bietet die Möglichkeit, sich einzubringen, zu diskutieren und sich Gehör zu verschaffen. In diesem Rahmen findet auch jeden ersten Freitag im Monat eine Veranstaltung mit dem Titel „Speakers Corner“ im Jugendcafé statt. Die Meinung der Jugendlichen steht dabei im Mittelpunkt; es werden Themen, Pläne und Ideen diskutiert und je nach Anlass auch geladene Gäste miteinbezogen. Denn bei diesen Treffen geht es einerseits um aktuelle Anliegen wie die Gestaltung des Programmes oder die Ausstattung im Quax. Andererseits werden auch längerfristige Projekte wie die Umsetzung eines Streetball-Platzes mit Unterstand im Riemer Park behandelt. Der Wunsch nach einer frei zugänglichen Sportanlage wird seit drei Jahren durch die Jugendlichen vermittelt und durchläuft seitdem die politischen Gremien, um verwirklicht werden zu können.

Abgesehen vom Meinungsforum „Speakers Corner“ kann außerdem ein Zettelkasten, die FlashBox vor dem Quax, dazu genutzt werden, schriftlich Vorschläge zu machen oder dem Quax-Team einfach zu schreiben, was ggf. schiefläuft.

Das Jugendcafé im Quax bietet einen offenen Raum für Jugendliche und junge Erwachsene und ihre alltäglichen Anliegen. Von Mittwoch bis Sonntag hat das Jugendcafé geöffnet und vereint dabei Entspannung, Aktivität und Orientierungshilfen. Es lädt ein zum gemeinsamen Chillen, zum Musik-Hören oder Filme-Schauen. Mit Kicker-, Dart-, Billard-, Tischtennisturnieren uvm. wird auch der Sportsgeist geweckt. Und um Musik nicht nur gemeinsam zu genießen, sondern auch zu produzieren, steht den Jugendlichen ein Musikraum mit Instrumenten und ein Tonstudio zur Verfügung, in dem sie ihre Texte mit Beats unterlegen und aufnehmen können.

Zusätzlich zum Jugendcafé gibt es regelmäßige, offene Angebote wie Musikworkshops, bei denen professionelle Coaches den Weg von der Idee bis hin zum eigenen Song auf CD unterstützen. Für Sportinteressierte werden Skateboard-Kurse, besondere Sporttage oder auch „Nightball“ (jeden Freitag, außer in den Ferien) angeboten: Hierfür bleibt die Sporthalle der Lehrer-Wirth-Schule zum gemeinsamen Basketballspielen, kicken usw. bis Mitternacht geöffnet.

Um gezielt auch Mädchen und jungen Frauen einen eigenen Raum zu geben, findet jeden Freitag der Girls Club statt, bei dem die Teilnehmerinnen die Inhalte nach ihrem Belieben auswählen und gestalten können. Möglich sind dabei etwa gemeinsamer Austausch oder gemeinsames Musik-Hören, aber auch Kochen oder Tanzen. Bei den Beautytagen an jedem letzten Freitag im Monat oder auch besonderen Specials werden gemeinsam besondere Fragen geklärt oder Aktionen gestartet.

Die MitarbeiterInnen des Jugendbereichs im Quax sehen ihren Auftrag darin, für die Jugendlichen da zu sein und sie nach Bedarf bei dem, was sie beschäftigt, sinnvoll zu unterstützen. Dementsprechend bietet das Jugendcafé nicht nur Raum für Freizeitaktivitäten, sondern auch Hilfestellungen bei Krisen im Alltag an – sei es bei Problemen mit der Familie oder Freunden, bei der Jobsuche, in der Schule oder mit der Polizei. Ansprechpartner sind hierfür sowohl die hauptamtlichen pädagogischen Mitarbeiter als auch die Aushilfskräfte im Jugendcafé, die selbst in der Messestadt aufgewachsen sind und das Quax schon von Kindesbeinen an kennen.

Gelebte Partizipation: Bewerbung des Echo für das neue JuZe

Den MitarbeiterInnen im Quax-Jugendbereich war es ein Herzensanliegen, die Bewerbung von ECHO e.V. auf die aktuelle städtische Ausschreibung für ein neues, partizipatives Jugendcafé in der Messe Ost zusammen mit der Zielgruppe zu entwickeln. ECHO e.V. unterhält bereits seit einigen Jahren im Quax, Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung, ein eigenes Programm für Partizipation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen namens „Senf dazu!“, bestehend aus einem regelmäßigen offenen Forum zum Mitreden und Mitentscheiden namens Speakers Corner und einer eigenen offenen Kolumne zu Jugendthemen auf dem Online-Stadtteilmagazin „Unsere Messestadt“.

Im Speakers Corner werden Regelungen und Programmwünsche (wie das Thema der nächsten Open Night oder Anpassung der Öffnungszeiten) fürs Jugendcafe ebenso besprochen wie Probleme im Stadtteil oder Wünsche und Ideen der TeilnehmerInnen, (wie z.B. Unterstand und Streetballplatz im BUGA-Park). Hierzu werden bei Bedarf immer wieder Gäste aus Politik und Verwaltung eingeladen, die es sich bisher immer ein Anliegen sein ließen, zu kommen und ernsthaft mit den jungen Leuten über deren Anliegen zu sprechen.

Auf „unsere-messestadt.de“ werden die Ergebnisse präsentiert, immer wieder zu aktuellen Themen kleine Artikel und Meinungsbilder der Jugendlichen oder Informationen des Teams transportiert und über Facebook weitervernetzt. Eine zusätzliche, mit dem bisherigen Netz verbundene Instagramm-Oberfläche ist gerade neu in Arbeit.

Aus Anlass der aktuellen Bewerbungsausschreibung des Jugendamtes für eine neue Einrichtung im Osten der Messestadt fanden zwei Zukunftswerkstätten im Quax mit der Zielgruppe aus der Messestadt am 01.12.2017 und am 02.02.2018 im Rahmen von Speakers Corner statt. Beim ersten Termin konnten die jungen Leute grundsätzliche Ideen eingeben und beim zweiten Treffen wurde vorgestellt, was die MitarbeiterInnen daraus gemacht hatten, und über die Feinabstimmung diskutiert.

Das Konzept, das nun von ECHO e.V. der Stadt München vorgelegt wurde, ist nun zum einen bestimmt von den Bewerbungsvorgaben der Stadt, zum anderen von konkreten Wünschen der künftigen Nutzer wie z.B. einer klareren Differenzierung der Öffnungszeiten nach der Altersstruktur, einem Angebot von Reise- und Ausflugsfahrten auch für ältere NutzerInnen, speziellen Mädchen- und Jungsangeboten, mehr und flexibleren Öffnungszeiten, einem differenzierteren Gastro-Angebot, eigenen Organisationsteams der NutzerInnen für verschiedene Bereiche, weniger Konkurrenzen verschiedener Altersgruppen zu den Lieblingsöffnungszeiten durch genaue Abstimmung mit dem Quax-Café, guten neuen MitarbeiterInnen in enger Vernetzung mit den Leuten im Quax wegen Kontinuität und Stallgeruch sowie ein ausgefeilteres Volunteering- und Mitsprache-System.

Dazu kamen bereits eine Unmenge von Detailvorschlägen für Ausstattung und Einrichtung des Cafés, die natürlich alle dokumentiert und aufgehoben wurden.

Es wurde außerdem klar geäußert, dass die neue Einrichtung natürlich kein Ersatz für den Unterstand ohne pädagogische Dauerpräsenz sei, um den die Kids seit Jahren mit Unterstützung des Quax-Teams kämpfen.

„ACHTUNG hat viele Gesichter“ – Seien Sie dieses Mal mit dabei!

Am 14. März 2018 lädt „ACHTUNG hat viele Gesichter“ wieder zur jährlichen Veranstaltung ein, dieses Mal wieder in der Kultur-Etage der Messestadt Riem. Unter dem Motto „die Messestadt und Riem sind lebens- und liebenswert“, präsentieren von 14.30 – 16.00 Uhr Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Beiträge zum friedlichen und respektvollen Miteinander im Stadtteil.

„ACHTUNG“ läuft nun schon im vierten Jahr erfolgreich als Plattform für Aktionen und Initiativen im Bereich des nachbarschaftlichen Miteinanders. „ACHTUNG“ will für bestehendes Engagement Öffentlichkeit und Infrastruktur schaffen sowie neue Aktionen und Projekte anschieben. „ACHTUNG“ will Selbsthilfe und bürgerschaftliche Initiative fördern.

Alle Bewohner, Firmen, Vereine und Institutionen aus der Messestadt und Riem haben noch bis zum 07. März 2018 die Gelegenheit, ein Zeichen für den respektvollen Umgang der Menschen im Stadtteil zu setzen. Gerne können aber auch schon abgeschlossene Aktionen oder für die nahe Zukunft geplante Aktionen angemeldet und präsentiert werden.

Ob Sie sich als Lern- oder Lesepaten betätigen oder einem Helferkreis angehören, ob sie sich kreativ oder sportlich engagieren, ob Sie Nachbarn helfen oder selbst Unterstützung erfahren, ob Sie gemeinsam singen, Musik machen, schreiben, malen oder diskutieren, wenn Sie sich selbst oder jemand, den Sie kennen, sich für mehr Lebensqualität im Stadtteil einsetzen, dann melden Sie sich bei uns. Wir möchten alle Beiträge kennenlernen und diese unterstützen, egal wie „klein“ oder „groß“, denn jedes Gesicht macht „ACHTUNG“ spannender!

Unten finden Sie unser Plakat und auch das Anmeldeformular, wenn Sie sich aktiv beteiligen möchten. Wir freuen uns auf Sie!

Kontakt:
Ralf Großmann
Kinderhaus Kai Riem
Tel. 089/1890806925
E-Mail: Riem.Leitung@kai-service.de

FAX: 089/1890806919

„ACHTUNG hat viele Gesichter“ ist eine Initiative des Runden Tisch Riem / REGSAM.

Unser Park und unsere Hunde – ein ewiges Thema

K.-M. Brand (ECHO e.V. – Grünwerkstatt)

Ende des Jahres 2017 gab es einen Vorstoß durch den Bezirksausschuss: die LHM möchte im nördlichen Teil des Riemer Parks mit seinem dichten Wegenetz eine Leinenpflicht für Hunde einführen (westl. Bereich). Darüber hinaus solle die Stadt im südlichen Teil des Parks, mit viel Platz für ein Hundeauslaufgebiet, spezielle Hundewiesen ausweisen. Durch bessere Regeln für Hundehalter würde somit ein Ausgleich geschaffen, von dem alle Parkbesucher gleichermaßen profitierten.
Als Begründung wurde angeführt, dass nicht alle Hundeführer beim Gassigehen die notwendige   Sorgfaltspflicht für ihre Tiere walten ließen, weshalb es auf den von Spaziergängern,  Fahrradfahrern und Freizeitsportlern stark frequentierten Wegen immer wieder zu Konfliktsituationen zwischen frei laufenden Hunden und Parkbesuchern komme.

Das Baureferat antwortete auszugsweise, wie folgt: „…Ein allgemeiner Leinenzwang für Hunde ist in der Grünanlagensatzung nicht vorgesehen und nach Ansicht des Baureferates im Riemer Park bislang auch nicht erforderlich, da weniger als ein Prozent der angemeldeten Hunde Schaden auf öffentlichem Grund verursachten.“

Ganz abgesehen von diesem Vorstoß ist das Thema Hunde im Park – oder eben grundsätzlich in der Stadt – ein Dauerbrenner. München ist zweifellos eine Stadt der Hundeliebhaber und deren Anzahl steigt. Unsere Stadt ist also Lebensumfeld für Mensch und Hund gleichermaßen. Hunde haben gerade in einer Großstadt eine wichtige soziale Aufgabe. Sie bewahren vor dem Alleinsein, stiften Sinn, schenken Lebensmut und strukturieren den Tagesablauf. Sie erfüllen damit eine wichtige soziale Funktion – gerade auch für ältere Menschen. Der Hund ist Sozialarbeiter, Freund und Helfer des Menschen.

Allerdings erfährt das Zusammenleben von Mensch und Hund auch immer wieder Konflikte: beispielsweise wenn Hunde sich distanzlos verhalten, nicht gehorchen, Hundehalter sich ignorant verhalten, aber auch wenn Hundegegner sich wahllos erregen, egal wie Hund und Hundeführer sich verhalten,  Auslaufgebiete eingeschränkt oder – wie in letzter Zeit gehäuft – Giftköder ausgebracht werden, um Tiere bewusst zu töten.

Oft ist das wechselseitige Verhältnis geprägt von Unsicherheit und Unkenntnis.
Um hier Hilfestellung zu geben, bietet die Grünwerkstatt am Riemer Park seit einiger Zeit die Veranstaltung „Es ist nicht alles Hund, was bellt“, die auch in 2018 fortgeführt werden soll als offene und lose Workshopreihe. Leider wurde die Veranstaltung bisher fast nur von Hundebesitzern frequentiert, obwohl sie ganz bewusst auf die Verständigung zwischen den Interessensgruppen setzt.
Vielleicht lässt sich hier im neuen Jahr noch an unserer Informationspolitik arbeiten.

Denn die grundlegende Weisheit lautet wie immer: Etwas mehr Rücksicht von allen Seiten wäre toll. Von den Hundehaltern gegenüber anderen Parknutzern, aber auch zwischen den Hundehaltern. Allerdings auch Toleranz seitens Menschen, die dem Sozialpartner Hund erst einmal wenig bis gar nichts abgewinnen können:

Ein unerzogener Hund, der nicht zuverlässig abrufbar ist, gehört an die Leine. Und in die Hundeschule, samt Herrchen und Frauchen. Wenn mir ein angeleinter Hund entgegenkommt, leine ich meinen Hund automatisch an, auch wenn „er nix macht“, da ich nicht weiß, warum der andere Hundeführer seinen Hund sichert. Es ist laut Grünanlagensatzung an bestimmten Orten aus guten Gründen verboten, Hunde mitzuführen oder frei laufen zu lassen:

  • auf Spielplätzen für Kinder und Jugendliche
  • auf mit „grünen Pollern“ gekennzeichneten Spiel- und Liegewiesen
  • an den Bade- und Liegebereichen der Freibadegelände
  • in Zieranlagen sowie Biotopflächen
  • und auf der Theresienwiese während des Oktoberfestes und Frühlingsfestes

Sich daran zu halten, ist ebenso ein Muss, wie die Pflicht, die Hinterlassenschaften der Hunde aufzunehmen und zu entsorgen. Hier bietet übrigens gerade der Riemer Park mit ausreichend Tütenspendern und einem dichten Netzt von Mülleimern optimale Voraussetzungen, die auch sehr gut genutzt werden.
Wir als Hundehalter haben es in der Hand, am öffentlichen Image des Hundes zu arbeiten. Sorgen wir dafür, dass unsere Hunde wohlerzogen sind, sich dem Mitmenschen gegenüber in der Öffentlichkeit friedlich und freundlich verhalten und wir Verschmutzungen durch unsere Vierbeiner beseitigen.
Aber auch an Jogger, Radfahrer oder Spaziergänger sei die Bitte um Toleranz gerichtet.

Der ADFC empfiehlt z.B. Radfahrern, „…dass sie insbesondere auf gemeinsam genutzten Geh- und Radwegen so vorausschauend fahren sollten, dass sie in unklaren Situationen – etwa mit einer größeren Fußgängergruppe, mit spielenden Kindern oder bei einem freilaufenden Hund – rechtzeitig reagieren können“
Und wenn man sich mit Hunden grundsätzlich schwer tut, weil man beispielsweise Angst hat, hilft es meist, sich ein wenig mit der Kommunikation von Hunden auseinanderzusetzen, um alsbald sicherer damit umzugehen. Wenn ich trotzdem ein Problem habe, hilft es oft, dies dem anderen gegenüber eindeutig zu benennen (Ich habe Angst. Könnten Sie bitte den Hund bei sich halten.) Denn auch eine klare und freundliche Kommunikation zwischen uns Zweibeinern hilft oft ungemein. Auch das versuchen wir, in unserer Veranstaltungsreihe zu berücksichtigen.

Aus eigener Erfahrung mit meinen Hunden stelle ich fest, dass es mich immer noch sehr freut, wenn sich beispielsweise ein Jogger, für den ich die Hunde abgelegt oder zurückgerufen habe (was übrigens auch jedes Mal ein guter Übungsanlass ist) anerkennend äußert, genauso wie es mich provoziert, wenn mir ein Spaziergänger – schon aus der Distanz schimpfend – entgegenkommt, den meine Hunde völlig ignoriert haben, der sich aber grundsätzlich durch unsere Existenz belästigt fühlt.

Also grundsätzlich ist es wohl so wie überall, mehr übereinander wissen und ein wenig Humor und Toleranz sowie Rücksichtnahme und das Einhalten bestehender Regeln helfen langfristig weiter.
Denn Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen.

Im Riemer Park klappt dies weitgehend sehr gut. Wir wollen in der Grünwerkstatt, Helsinkistr. 57, dazu beitragen, dass es noch besser wird.

Die Müllsau im Landschaftspark

Autor: Karl-Michael Brand, Echo e.V.

Die Zunahme der Nutzung des öffentlichen Raumes zur Freizeitgestaltung, eine gestiegene Mobilität und der damit einhergehende Unterwegskonsum von Take-Away- bzw. To-Go-Produkten, führen zu einem steigenden Abfallaufkommen im öffentlichen Raum. Das ist eine traurige Tatsache und auch im Umgriff der Riem Arkaden deutlich zu erkennen. Mit dem Anstieg des Abfallaufkommens steigt auch das Problem von „Littering“, dem Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen im öffentlichen Raum.

Aber die Nutzung des Gartens der Grünwerkstatt für nächtliche Partys inklusive flächendeckender Vermüllung ist ebenso wie die komplette Entsorgung von Haus- und Sperrmüll in Nacht- und Nebelaktionen im Zugangsbereich zum Landschaftspark eine nicht tolerierbare Steigerung dieses „Unverhaltens“: Zum Einen kommt die Angst auf, dass solche Beispiele Schule machen könnten und immer mehr Menschen zur illegale „Selbsthilfe“ greifen. Zum Anderen lebt grundsätzlich niemand gern im Dreck. Sauberkeit ist ein wesentlicher Bestandteil, um sich wohlzufühlen. Das gilt neben den eigenen vier Wänden auch für die Umwelt in der wir leben. Gerade für den Park als Naherholungsraum.