Bildungsselektion nach alter Systematik bringt immer schlechtere Ergebnisse – das liegt auch an der soziologischen Entwicklung.
Eine besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang das Feld der kulturellen Bildung:
Durch zielgruppenspezifische Bildungsangebote und situationsbezogene Bildungsarrangements werden Ressourcen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mobilisiert, sie erlernen autonom Fähigkeiten, Selbstvertrauen, entwickeln ihre eigenen kreativen Ausdrucksformen und eigene Identitäten, welche das „Rüstzeug“ darstellen um das Leben zu meistern – unabhängig von systematisierten Bildungsvorgaben.

2010 wurde die »Konzeption Kulturelle Bildung für München“ auf den Weg gebracht. Durch sie wird aufgezeigt, dass kulturelle Bildung immer als integrativer Bestandteil allgemeiner Bildung gesehen werden muss.

Vor dem Hintergrund des Lebensumfeldes als Lernraum gilt es, Stadtteile zu einem attraktiven Bildungsraum zu machen.
In der Messestadt gibt es eine ganze Reihe von Anbietern, die sich neben Schule, ergänzend zu ihr und völlig unabhängig diesem Thema verschrieben haben.

Aufgabe der Bidungsrubrik unserer Plattform wird es sein, einen Überblick über all diese Aktivitäten zu entwickeln und eine lebendige Diskussion dazu zu führen.

Sag es mir und ich werde es vergessen. Zeig es mir und ich werde mich erinnern. Beteilige mich und ich werde verstehen. Lao Tse

Ein moderner dynamischer und ganzheitlicher Bildungsbegriff steht (laut Wikipedia) für den lebensbegleitenden Entwicklungsprozess des Menschen, bei dem er seine geistigen, kulturellen und lebenspraktischen Fähigkeiten und seine personalen und sozialen Kompetenzen erweitert.

Das heißt, wir alle machen uns im Sinne von Bildung als Selbstbildung lebenslang ein Bild von der Welt, entsprechend unserem Alter und den Fähigkeiten, die wir uns bereits angeeignet haben. Je älter wir werden, je länger wir also entdecken und forschen, desto mehr verändert sich das Bild und differenziert sich aus.

„Zentrale Ziele kommunaler Bildungs- und Sozialpolitik sind die Verbesserung der Qualität der Bildung sowie mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe unabhängig von sozialem Status oder Herkunft…“, stellte Oberbürgermeister Ude beim Kongress „Bildung gemeinsam verantworten“ des Deutschen Städtetags 2012 in München fest und sprach von „gelingenden Bildungsbiographien“ als Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe und damit auch Grundlage des materiellen und sozialen Erfolgs einer Gesellschaft.

Bildung ist also eine Zukunftsstrategie für kommunale Entwicklung, auch als wirkungsvolle Prävention statt kostspieliger Reparaturprogramme im Nachgriff.

Aktuelles aus der Bildung